TV-Kalibrierbilder
Ein kompletter Satz Referenzbilder, um einen Fernseher nach Augenmaß einzustellen: Farbbalken, eine Graustufenrampe, Stufen für Schwarzwert und Weiß-Clipping, ein Mittelgrau-Feld und ein Geometrie-Gitter. Lass sie auf dem Fernseher selbst laufen und passe seine Bildeinstellungen an, während du hinschaust.
Der Test
Dieser Test braucht JavaScript. Alles darunter erklärt trotzdem, worauf du achten musst und was ein schlechtes Ergebnis bedeutet, die Seite ist also so oder so nützlich.
Acht Referenzbilder
Wechsle mit den Pfeiltasten der Fernbedienung zwischen den Bildern und verlasse sie mit Zurück oder Escape. Passe die Bildeinstellungen des TVs an, während ein Bild auf dem Schirm ist.
So liest du das Ergebnis
Jeder Balken sollte flächig und gleichmäßig wirken, ohne einschleichenden Farbstich und ohne dass ein Balken in den nächsten blutet.
Jede Stufe sollte sichtbar eigenständig sein, und keine sollte einen Farbstich tragen. Ein Rosa- oder Grünstich hier heißt, der Weißabgleich stimmt nicht.
Die dunkelsten Felder sollten sich gerade eben vom Hintergrund abheben. Verschwinden sie, ist die Helligkeit zu niedrig und du verlierst Schattendetails.
Die hellsten Felder sollten unterscheidbar bleiben. Verschmelzen sie zu einem weißen Block, ist der Kontrast zu hoch und Lichterdetails werden plattgedrückt.
Linien sollten gerade sein und das Gitter gleichmäßig bis an alle vier Ränder reichen. Wölbung oder Beschnitt heißt Overscan oder ein Skalierungsproblem.
Kurze Antwort
Diese Kalibrierbilder sind die üblichen Referenzbilder, um einen TV nach Augenmaß einzustellen: Farbbalken, eine Graustufenrampe mit 11 Stufen, Felder für Schwarzwert und Weiß-Clipping, ein Feld mit 50 Prozent Grau für Farbstich und Gleichmäßigkeit und ein Geometrie-Gitter. Lass sie im Vollbild auf dem Fernseher selbst laufen und stelle Helligkeit, Kontrast und Farbe so ein, dass jedes Bild so aussieht, wie sein Etikett es sagt. Kein Messgerät nötig; das ist ehrliches Einstellen nach Augenmaß, keine Labor-Kalibrierung.
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Was dieser Test dir sagen kann und was nicht
Das sind Referenzbilder, kein Messinstrument. Hier die ehrliche Linie.
Das klappt nach Augenmaß gut. Die Bilder für Schwarzwert und Weiß-Clipping sind genau das, womit auch ein Profi anfängt, und du kommst ohne jede Hardware schon sehr weit.
Nach Augenmaß nicht möglich. Echte Farbkalibrierung braucht ein Colorimeter am Bildschirm und Software, die es steuert. Bilder können dir einen Farbstich zeigen, aber nicht in Zahlen sagen, wie weit du danebenliegst.
Du beurteilst deinen TV durch seinen eigenen Browser. Der Browser sitzt in derselben Bild-Pipeline wie alles andere, was du siehst, ist also repräsentativ. Ein bitgenaues Referenzsignal ist es aber nicht, und ein TV-Browser kann eigene Verarbeitung anwenden.
Hier außen vor. Das sind Bilder für Standard-Dynamikumfang, und der Browser-Weg auf einem TV ist ebenfalls Standard-Dynamikumfang. Den HDR-Weißpunkt stellt man mit Clipping-Bildern im HDR-Menü des Zuspielers ein, und HDR-Kalibrierung auf Laborniveau braucht ein Messgerät.
Eine sinnvolle Reihenfolge
1. Zuerst die Verarbeitung ausschalten
Bevor du irgendetwas anderes anfasst, stell den Bildmodus auf Movie, Cinema oder Filmmaker und schalte Rauschunterdrückung, dynamischen Kontrast und jede Bewegungsglättung aus. Diese Funktionen arbeiten gegen jede Anpassung, die du gleich machst.
2. Schwarzwert, dann Weiß
Stell die Helligkeit mit dem Schwarzwert-Bild so ein, dass die dunkelsten Stufen gerade eben sichtbar sind. Stell dann den Kontrast mit dem Weiß-Clipping-Bild so ein, dass die hellsten Stufen getrennt bleiben. Beide beeinflussen sich, geh also ein- oder zweimal hin und her.
3. Farbe und Farbstich zuletzt
Nutze die Farbbalken und die Graustufenrampe. Trägt die Graustufenrampe einen Farbstich, verstelle die Farbtemperatur-Voreinstellung statt der einzelnen Gain-Regler, außer du weißt, was du tust.
4. Geometrie prüfen
Das Gitter sollte alle vier Ränder gleichmäßig erreichen. Tut es das nicht, hast du Overscan, und den misst unser Overscan-Test richtig.
Häufige Fragen
Kann ich einen TV ohne Messtechnik richtig kalibrieren?
Teilweise. Schwarzwert, Weiß-Clipping und die grundlegende Geometrie lassen sich mit diesen Bildern gut nach Augenmaß einstellen, und daher kommt der größte sichtbare Gewinn. Farben normgerecht zu treffen braucht ein Colorimeter, weil sich das menschliche Auge binnen Sekunden an einen Farbstich gewöhnt und ihn nicht mehr bemerkt. Unser Schritt-für-Schritt-Ratgeber TV nach Augenmaß kalibrieren geht jede Einstellung durch.
Mit welchem Bildmodus fange ich an?
Movie, Cinema oder Filmmaker Mode. Sie sind ab Werk fast immer am nächsten an einem korrekten Startpunkt. Vivid und Dynamic drehen alles hoch und arbeiten bei jedem Schritt gegen dich.
Warum sieht mein TV schlechter aus, nachdem ich die Verarbeitung ausgeschaltet habe?
Weil du an das aufgedrehte Bild gewöhnt bist. Gib dir ein paar Tage. Schärfung, dynamischer Kontrast und Bewegungsglättung fügen alle Artefakte hinzu, die auffallen, sobald du sie nicht mehr erwartest.
Die Graustufenrampe hat einen Rosa- oder Grünstich. Was ändere ich?
Versuch zuerst die Farbtemperatur-Voreinstellungen, meist Warm, Standard und Kühl genannt. Warm liegt normalerweise am nächsten an der Referenz. Geh nur an die einzelnen Gain-Regler für Rot, Grün und Blau, wenn keine Voreinstellung nah genug kommt, denn damit macht man es leicht schlimmer.
Funktionieren diese Bilder auch auf Handy oder Monitor?
Ja, und auch dort sind sie nützlich. Der Sinn, sie auf dem TV laufen zu lassen, ist aber, dass du den Fernseher in seiner eigenen Bild-Pipeline beurteilst, mit seiner eigenen Verarbeitung.
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